5 Tipps für nachhaltigen Umgang mit Mode

By Sandy - Donnerstag, März 26, 2020

Tipps für nachhaltigen Umgang mit Mode
 Blazer H&M (via Kleiderkreisel)| Tasche Valentino| Schuhe Mango| Gürtel New Yorker
Blauer Blazer Kleiderkreisel H&M
In einer meiner letzten Posts hatte ich euch gefragt ob euch das Thema nachhaltige Mode interessiert und ich mehr darüber schreiben soll. Die Reaktionen waren sehr positiv, weshalb ich das Thema heute mal angehen möchte. Ich hatte letztes Jahr bereits einen Post darüber geschrieben, den ihr übrigens hier nochmal nachlesen könnt. Heute soll es um 5 Tipps gehen, wie man nachhaltiger mit Mode umgehen kann.

1. Wo bekomme ich Secondhand-Kleidung her?
Mittlerweile gibt es zahlreiche Plattformen, auf denen ihr gebrauchte Mode kaufen könnt. Auf Kleiderkreisel oder eBay schaue ich ab und zu sehr gerne und habe auch schon einige Schätze gefunden, wie den Blazer, den ihr auf den Fotos seht. Es gibt aber auch regelmäßige Kilo-Sales in verschiedenen Städten (z.B. von Vinokilo), bei denen ihr Vintage Kleidung shoppen könnt und einen Festbetrag pro Kilo zahlt. So wird das Vintage-Shopping sogar zu einem richtigen Erlebnis. Falls ihr in einer größeren Stadt wohnt und tolle Vintage-Stores habt, schaut euch dort gerne mal um. In Frankfurt gibt es leider nicht so viele, bzw. ich kenne nur Vintage Revivals. Meiner Meinung nach sollte es aber unbedingt mal mehr davon geben. Wenn ihr kein Geld ausgeben wollt, stöbert mal im Kleiderschrank eurer Mutter/ eures Vaters, Oma, Tante, Cousine etc. Denn manchmal findet man dort wahre Schätze, die nie oder nur sehr selten getragen wurden.

2. Alles ist anpassbar! 
Jetzt wisst ihr schon mal, wo ihr nach Secondhand-Kleidung schauen könnt. Nun geht es darum, nach was ihr genau Ausschau halten solltet. Ich glaube die meisten von uns sind sehr darauf fokussiert, einen Laden zu betreten und nach Kleidungsstücke in der eigenen Größe zu schauen. In Secondhand-Shops oder auch bei der Oma im Kleiderschrank hat man natürlich nicht immer die Möglichkeit, die Größe zu bekommen, die man normalerweise trägt. Wie oft habe ich schon ein cooles Teil gesehen, auf die Größe geschaut und mir gedacht "Mist, das ist nicht meine Größe also kann ich es auch nicht kaufen". Aber das muss nicht sein, denn beinahe jedes Kleidungsstück ist anpassbar. Meine coolsten Vintage Teile sind immer mindestens eine Größe größer gewesen, doch sie haben entweder doch gepasst oder ich habe ein paar kleine Änderungen machen müssen. Dazu muss man nicht besonders talentiert sein, denn ich habe zwar eine Nähmaschine, bin aber längst kein Profi. Auf dem coolen Yotube-Channel coolirpa lasse ich mich gerne inspirieren, denn sie verwendet hauptsächlich Secondhand-Mode und transformiert diese zeitgemäß um. Sie zeigt euch auch, wie ihr z.B. zu große oder zu kleine Teile so transformieren könnt, damit sie euch passen. Deshalb, lasst euch nicht von der Größe abschrecken wenn euch ein Teil gefällt!

3. In gute Basics investieren
Den Tipp habe ich persönlich lange nicht befolgt, da ich eigentlich keine Basic-Teile mag. Ich habe lieber in gemusterte, verspielte Kleidung investiert als z.B. in ein stinknormales weißes T-Shirt. Ganz oft stehe ich aber jetzt vor dem Kleiderschrank und habe keine Basic-Teile um ein richtiges Outfit zusammenzustellen. Deshalb möchte ich in Zukunft mehr darauf achten, Basic-Teile zu kaufen. Für mich gehören dazu ein schlichtes T-Shirt und Top, eine schwarze Leiderjacke, eine neutrale Hose und einfarbige Cardigans. Diese "Grundausstattung" lässt sich sicherlich mit vielen anderen Teilen hin- und her kombinieren und man hat nie das Problem, das etwas nicht zusammenpasst.

4. DIY - Aus alt mach neu
Habt ihr Kleidungsstücke im Schrank, die ihr schon lange nicht getragen habt? Möglicherweise kann man aus den Teilen wieder etwas Neues machen. DIY ist hier das Stichwort! Z.B. kann man sich aus alten Jeans ganz einfach coole Shorts machen, indem man die Beine abschneidet und ein paar Fäden rauszieht für den Used-Look. T-Shirts oder Blusen kann man ganz einfach umnähen, auch hier wäre mein Tipp wieder, sich von dem oben genannten Youtube-Kanal inspirieren zu lassen.

5. Kleidung lange tragen
Am Nachhaltigsten ist es natürlich, seine Kleidung so lange wie möglich zu tragen, was auf jeden Fall immer mein Ziel ist. Ich trage teilweise immer noch Sachen, die ich vor 5-6 Jahren gekauft habe, sofern sie noch passen. Natürlich will man auch aktuelle Trends verfolgen, allerdings gilt es wie bei jeder Sache eine gute Balance zu finden. Vielleicht findet sich auch irgendwo bei euch im Kleiderschrank, Keller etc. auch ein Kleidungsstück, das ihr schon lange vergessen habt und wieder neu entdeckt.

Oder wie wäre es z.B. mit einer Tauschparty mit Freunden? Was euch selbst vielleicht nicht mehr gefällt, könnte für jemand anderen ein Glücksgriff sein und umgekehrt. Ihr seht schon, es gibt unzählige Möglichkeiten, an Secondhand-Kleidung zu kommen. Dafür müssen keine Materialien neu hergestellt werden. Aber auch mit bereits vorhandenen Sachen kann man kreativ werden und muss sie nicht gleich weggeben oder gar wegschmeißen. Wie handhabt ihr das und habt ihr noch weitere Tipps, wie man nachhaltig mit Mode umgehen kann? Ich bin gespannt auf eure Kommentare.

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5 Kommentare/ Read More

  1. Ich liebe Kleiderkreisel! Ich kaufe dort recht gerne und viel, früher habe ich selbst auch viel dort verkauft. Als wir damals den Schrank meiner Oma leergeräumt haben, habe ich auf ihre Kleidung leider gar nicht wirklich geachtet, aber da war ich 14. Heute hätte ich sicherlich das ein oder andere Teil gefunden. Manchmal bekomme ich auch was von meiner Mutter, was sie aussortiert.
    Ich habe ziemlich viele Basics im Schrank, die kann man einfach immer gut gebrauchen. Früher haben die mir aber definitiv auch gefehlt.
    Meine Kleidung trage ich allgemein so lange, wie sie hält und mir gefällt. Habe teils Sachen im Schrank, die ich seit 10-17 Jahren habe. Ab und zu kommt es aber auch mal vor, dass mir ein Teil nicht so lange gefällt. Wenn es bequem und praktisch ist, trage ich es dann zu Hause. Generell trage ich bequeme Kleidung einfach zu Hause auf.
    Mindestens 2 mal im Jahr sortiere ich aber auch groß aus. Früher hätte ich das auf KK verkauft, aber dazu fehlt mir mittlerweile einfach die Zeit. Ich nehme daher immer mal große Säcke an aussortierter Kleidung mit zur Arbeit und dann dürfen die Jugendlichen sich da was aussuchen. Immer schön zu sehen, wie die sich freuen oder aber man sie in den Klamotten noch sieht :)

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    1. Vielen Dank für deinen Kommentar, schön zu sehen wie lange du deine Sachen trägst! 10-17 Jahre, das ist echt krass. Ich finde es auch am Schönsten, wenn sich andere über die Klamotten freuen können und toll, dass du da den Zugang zu hast. Früher habe ich auch meine aussortierte Kleidung mit nach Malaysia genommen und meinen Cousinen dort gegeben. Die haben sich auch mega gefreut :)

      LG

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  2. Liebe Sandy, ein sehr guter und informativer Beitrag! Ich persönlich habe von Verwandten gehört, dass sie mit Kleiderkreisel sehr zufrieden sind, aber ich selbst habe es noch nicht ausprobiert, sondern nur ein wenig gestöbert. Was mich jedoch ein wenig lockt ist der Concierge Service von Mädchenflohmarkt, aber ich bin noch im Zwiespalt … Meine Kleidung, die ich nicht trage, kann sich meine Schwester aussuchen. Falls sie nichts haben möchte, spende ich meine Kleidung an die Stadt.

    Ich wünsche dir noch ein schönes Wochenende! :)
    Magda von magdasmomente

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  3. Ein richtig tolles Outfit und richtig hilfreiche Tipps. Danke sprichst du ein so wichtiges Thema an. Ich versuche, gerade jetzt in Quarantäne, ältere Teile zu tragen, die sonst viel zu lange im Schrank rumliegen.

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  4. Sehr schönes Outfit und ganz tolle Tipps! :)

    Liebe Grüße
    Jimena von littlethingcalledlove.de

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