Blogger Kooperationen: Meine (negativen) Erfahrungen

By Sandy - Montag, Oktober 21, 2019

Meine Erfahrungen mit Blogger Kooperationen
Ich habe bereits öfter etwas zum Thema Blogger Kooperationen geschrieben, unter anderem darüber, wie man überhaupt an Kooperation herankommt. Heute soll es aber um meine persönlichen Erfahrungen mit Kooperationspartnern geben, denn ich habe in all den Jahren nicht nur Positives erlebt. Ich werde selbstverständlich auch keine Partner beim Namen nennen und dieser Post soll auf keinen Fall eine Bloßstellung sein. Dennoch finde ich es wichtig, auch mal über die negative Seite einzugehen und bin deshalb zu 100% ehrlich mit euch. Glücklicherweise sind die meisten meiner Kooperationserfahrungen sehr positiv gewesen. Allerdings habe ich auch sehr unseriöse Anfragen erhalten und besonders wenn man ein kleiner Blogger ist, der auch nicht die größte Reichweite hat, könnte man auf diese "Fallen" reinfallen. Es gibt jedoch einige Anzeichen für eine unseriöse Anfrage, die ihr sofort aufdecken könnt.


Keine persönliche Anrede
Des öfteren bekomme ich Anfragen ohne persönliche Anrede, meist auf Englisch. Bei einer Kooperationsanfrage, egal von welcher Seite aus, macht man sich in der Regel Gedanken darüber, wieso man mit dieser Person/diesem Unternehmen kooperieren will. Eine persönliche Anrede ist dann das A und O und wenn selbst das nicht eingehalten wird, lösche ich die E-Mail meistens direkt. Oft wird man dann nur mit "Hi" begrüßt oder mit Hi und dann der Instagram/Blogname, statt meinem eigentlichen Namen. Viele Firmen machen hier einfach "Copy & Paste" und das ist eure Zeit garantiert nicht wert.


Unfaires Angebot
Was dieses Thema anbelangt, habe ich schon unzählige Erfahrungen gemacht. Am Anfang war es für mich ungewöhnlich, überhaupt Geld oder Produkte für meine Arbeit zu bekommen, denn ich mache den Blog immer noch hobbymäßig. Trotzdem ist es viel Arbeit, Content zu planen und zu produzieren und teilweise ist man damit mehrere Stunden und sogar Tage beschäftigt. Deshalb solltet ihr eure eigene Arbeit immer wertschätzen und auf jeden Fall irgend eine Art von Vergütung annehmen. Wenn ich Produkte kostenlos zugeschickt bekomme, reicht mir das meistens als Vergütung, allerdings kommt es auch hier auf den Aufwand an. Beispielsweise ihr bekommt ein Armband im Wert von 20€ zugeschickt und sollt dafür einen Blogpost, Insta-Story und noch zwei Instagram Posts machen. Für den ganzen Aufwand habt ihr zwar ein kostenloses Armband bekommen, der Wert liegt allerdings nur bei 20€, d.h. ihr wurdet mit lediglich 20€ vergütet und das ist definitiv zu wenig. Es gibt viele verschiedene Seiten, wo ihr eine Formel zur Berechnung eurer Vergütung findet. Allerdings ist es oft schwierig zu entscheiden, wie viel ein Post denn wirklich wert ist, denn das hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Ich persönlich orientiere mich preislich immer an Kooperationen aus der Vergangenheit. Bei zukünftigen Angeboten weiß ich dann, dass ich normalerweise so und so viel bekommen könnte und versuche ggf. zu handeln. Das ist nämlich auch ein wichtiger Aspekt, denn genau wie in jeder Gehaltsverhandlung wird der Gegenüber erstmal beim niedrigsten Preis anfangen. Am Ende geht es um eine Vergütung, mit der alle Beteiligten zufrieden sind. Selbstverständlich kann die Höhe der Vergütung auch ein Kriterium sein, das Angebot abzulehnen. Schließlich habt ihr mehrere Jahre Arbeit in den Blog gesteckt und eine gewisse Reichweite aufgebaut. Der Blogpost bleibt zudem in der Regel für immer online, was für das Unternehmen natürlich von Vorteil ist.


Kooperationsanfragen auf Instagram
In letzter Zeit habe ich häufig Werbeanzeigen von kleineren Firmen in meinem Instagram-Story-Feed, welche mit Kooperationen mit Mikro-Influencern werben. Meist gibt es dann einen Swipe-Up-Link, mit dem ihr zu einem Formular kommt, wo ihr eure Daten eintragen könnt. Kurze Zeit später bekommt ihr dann eine E-Mail von der Firma mit einer Bestätigung der Kooperation. Was zunächst sehr einfach und attraktiv erscheint, ist meiner Meinung nach aber keine Kooperation! Denn die Firmen werben meist mit Rabatten in Höhe von gerade mal 25% oder sogar weniger. Auf gut Deutsch heißt das, ihr sollt das Produkt mit dem Code kaufen und dann noch Werbung dafür machen. Meist werben diese Firmen sogar noch mit einem Provisions-Modell, d.h. ihr kriegt einen personalisierten Rabattcode, den ihr an eure Follower weitergeben könnt. Kaufen sie etwas mit eurem Code, bekommt ihr eine (meist geringe) Provision. Das ist wie ich finde nur eine Masche, um das Angebot attraktiver wirken zu lassen. Ich gebe zu, dass ich mich ein einziges Mal darauf eingelassen habe und selbst wenig Ahnung hatte. Ich habe mich aber sehr viel informiert und im Prinzip ist es so wie ich es oben beschrieben habe. Wenn ihr für eine Firma Werbung machen sollt, sollte sie EUCH bezahlen und nicht ihr SIE, denn ihr stellt quasi eure Kanäle zur Verfügung, um deren Produkte zu bewerben. Mit einem Rabattcode (und das ist egal wie hoch dieser ist), seid ihr nichts anderes als ein ganz normaler Kunde. Solche "Anfragen" sind echt dreist, doch auf Instagram gibt es sie leider häufig. Ich habe einige Firmen auch schon darauf hingewiesen, dass es kein faires Angebot ist und man im Prinzip ganz normaler Kunde ist, doch darauf kam meistens keine weitere Reaktion. Aber das allein ist für mich schon ein Indiz, dass sie sich selbst bewusst sind, dass die Anfrage nicht seriös ist.

Habt ihr auch schon negative oder unseriöse Erfahrungen mit Kooperationspartnern gemacht? Ich bin gespannt auf eure Storys :).

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